Die Carving-Sicherheitsregeln
Neben FIS-Regeln sollten Carver folgende Punkte besonders beachten:
Carving bietet schon bei geringer Grundgeschwindigkeit volles Kurvenfeeling. Strebe die erhöhte Kurvengeschwindigkeit und nicht generell hohes Tempo an.
Carvertechnik und Carverski versprechen eine sichere Spur auch bei höherem Tempo. Kalkuliere aber größere Abstände ein und überhole weiträumiger.
Carverski gleiten im Schuss nicht ganz so ruhig wie klassische Skitypen. Vermeide zu hohes Tempo und führe den Ski aufmerksam.
Halte dich bei frequentierter Piste an einen engen Korridor entlang der Falllinie. Auch Carverski, die auf weite Kurven ausgelegt sind, lassen kleine Schwünge zu.
Gewöhne dir den "Carverblick" an: Schaue während stärker ausgezogenen Schwüngen den Berg hinauf, um Kollisionen zu vermeiden.
Lasse dich beim Training und bei der Ausführung so genannter 360er- oder Kreiskurven von einem Beobachter leiten. Der "Carverblick" ist obligatorisch.
Greife beim Extremcarving mit der Hand nicht gegen die Fahrt nach vorne in den Schnee. Bei seitlicher Führung kann diese nach hinten weggleiten.
Wenn man beim Carving stürzt, fällt man meist in die Kurve hinein. Du kannst dabei leichter als früher gefährliche Überschläge und Drehungen vermeiden.
Lasse deine Sicherheitsbindung sorgfältig einstellen. Die Berechnung muss berücksichtigen, ob du ein moderater oder ein extremer Carver bist.
Dein Ski hat nur Führungskraft, wenn Kanten und Belag in einem optimalen Zustand sind. Sorge für einen häufigen und regelmäßigen Service.
Sicherheitsgewinn durch Carving
Carven macht Skifahren sicherer und ungefährlicher. Schon allein die Carvertechnik, noch mehr aber die Verwendung von Carvingski haben die Sachlage völlig verändert. Unsere Carvingerfahrungen von 10 Jahren eröffnen eine Reihe positiver Aspekte.
Die Sicherheitsbilanz von Carvingtechnologie und Carvingtechnik ist positiv!
Verkürzte Skilänge - d.h. im Sturz wirken weitaus geringere Hebelkräfte.
Erhöhte Spurtreue - d.h. die geplante Spur wird zuverlässig eingehalten.
Bessere Eisgriffigkeit - d.h. Ausrutscher und Verlust der Grundstellung gehören der Vergangenheit an.
Einfache, ungezwungene Körpereinstellung - d.h. Gelenke werden nicht verdreht und unnatürlich beansprucht.
Optimale Kraftspannung und geradlinige Kraftlinien - d.h. alle Gelenke werden auch muskulär gestützt und geschützt.
Kurventechnik ohne Verdrehungen und Verwindungen - d.h. die jeweils vorhandene Kraft kann sich maximal entfalten.
Günstiger Sturzverlauf - d.h. die typischen Stürze in den Schwung hinein führen seltener zu Überschlägen und Körperdrehungen.
Optimierte Bindungseinstellung - d.h. bei moderatem Carving kann ein geringerer Z-Wert für die ganze Bindung, bei sportlichem für den Vorderbacken eingestellt werden.
nach Walter Kuchler 1998, SPORTS - Verband für Freizeit- und Gesundheitssport, 45127 Essen